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Zehnter Offener Brief des Rektors zum Coronavirus (SARS-CoV-2) vom 1. Oktober 2020

Sehr geehrte Professorinnen und Professoren, Mitarbeitende und Studierende,

liebe Mitglieder und Angehörige der TU Chemnitz,

heute beginnt das Wintersemester 2020/2021. Hinter uns liegt ein Sommersemester, das aufgrund der Covid-19-Pandemie in vielerlei Hinsicht ein höchst außergewöhnliches Semester war. Gemeinsam ist es uns aber gelungen, die mit der Covid-19-Pandemie verbundenen Herausforderungen zu bewältigen: einerseits unsere Mitglieder und Angehörigen sowie ihre Familien bestmöglich zu schützen und andererseits unser universitäres Leben – so gut wie möglich bzw. verantwortbar – aufrecht zu erhalten. An dieser Stelle möchte ich mich nochmals sehr herzlich bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, dieses außergewöhnliche Semester zu gestalten und dabei die mit der Covid-19-Pandemie einhergehenden Herausforderungen zu bewältigen.

Lehrplanung im Wintersemester 2020/2021

Der Lehrbetrieb im Wintersemester 2020/2021 wird am 12. Oktober 2020 beginnen und, wie bereits im Neunten Offenen Brief zum Coronavirus beschrieben, größtenteils digital durchgeführt werden. Wichtig ist dabei aber, dass das Wintersemester 2020/2021 – wie bereits das Sommersemester 2020 – kein reines digitales Semester werden wird. So werden, wie bereits angekündigt, Lehrveranstaltungen, die nicht digital (z. B. aufgrund benötigter Laborausstattung) durchführbar sind, sowie möglichst viele Lehrveranstaltungen für Studierende im ersten Semester in (Teil-)Präsenz stattfinden – sofern es die Situation zulässt, die Hygiene- und Schutzbestimmungen eingehalten werden können und die durch die notwendigen Abstandsregeln stark reduzierte Raumkapazität es ermöglicht.

Nach einer erfolgten Abfrage sowie zentralen Freigabe bzw. Priorisierung durch den Krisenstab bzw. das Rektorat handelt es sich dabei um rund 500 Lehrveranstaltungen. In unserem Vorlesungsverzeichnis können sich Studierende informieren, welche Lehrveranstaltungen in Präsenz und welche digital angeboten werden. Im Übrigen wird auch ein Großteil der Veranstaltungen im Rahmen der O-Woche in Präsenz stattfinden. Selbstverständlich stehen diese Planungen unter dem Vorbehalt, dass die weitere Infektionslage Präsenztermine zulässt.

Voraussetzung für die Durchführung der Präsenzlehre ist die zwingende Beachtung und Einhaltung des Hygienekonzepts für die Durchführung von Präsenzlehrveranstaltungen. Dieses regelt den Zugang zu Gebäuden im Zeitraum der Vorlesungszeit, gibt Anleitungen zum korrekten Verhalten und verweist auf das Formblatt zur Erfassung von Kontaktdatender an Präsenzlehrveranstaltungen teilnehmenden Studierenden sowie dessen Handhabung (Hinterlegung im jeweiligen Dekanat, Geschäftsstelle der Zentralen Einrichtung etc.). Sollten zur Umsetzung des Hygienekonzepts für die Durchführung von Präsenzlehrveranstaltungen etc. vor Ort Mund-Nase-Masken, Desinfektionsmittel usw. in den Fakultäten, Zentralen Einrichtungen oder der Zentralen Universitätsverwaltung benötigt werden, wenden Sie sich bitte an kontakt-corona@tu-chemnitz.de.

Zweite Stufe des selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetriebs

Die im Achten Offenen Brief zum Coronavirus definierten sowie im Neunten Offenen Brief zum Coronavirus modifizierten Grundsätze für den selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetrieb gelten bis auf Weiteres fort – ebenso wie die im Neunten Offenen Brief zum Coronavirus kommunizierten Regelungen für Promotionsverteidigungen, Probandenstudien, Erhebungen, Berufungsvorträge sowie zur Durchführung von Gremiensitzungen, Besprechungen etc. Allerdings sind Lehrende während der Durchführung von Lehrveranstaltungen, Praktika etc. ab sofort nicht mehr auf das Kontingent eines Bereichs anzurechnen. Damit sollen die Kontingente entlastet bzw. nicht durch das vermehrte Aufkommen von Lehrenden auf dem Campus zulasten der Forschung in Anspruch genommen werden müssen. Das Erfordernis zum Führen der Schicht- und Belegungspläne besteht auch im Wintersemester 2020/2021 unverändert fort. Dabei sollten Lehrpersonen jedoch entsprechend gekennzeichnet werden. 

Nachdem nach Ablauf der zentralen Prüfungsperiode des Sommersemesters 2020 einige wenige Veranstaltungen unter Erstellung eines spezifischen Hygienekonzepts sowie nach Freigabe durch den Krisenstab bzw. das Rektorat in (Teil-)Präsenz ermöglicht werden konnten, ist dies im laufenden Wintersemester, u. a. aufgrund der begrenzten Raumkapazitäten sowie eines erhöhten Personenaufkommens durch priorisierte Präsenzlehrveranstaltungen, nur noch äußerst eingeschränkt möglich. Über besonders begründete Ausnahmefälle entscheidet der Krisenstab bzw. das Rektorat.

Weitere Öffnungen und Lockerungen sind vorerst nicht möglich. Dies hängt zum einen mit dem Semesterstart zusammen, der auf keinen Fall gefährdet werden darf und (gerade in den ersten Wochen) gewisse Herausforderungen mit sich bringt. Schließlich werden rund 1.500 Studierende in Präsenz an der TU Chemnitz erwartet, die zu einem deutlich erhöhten Personenaufkommen an unserer Universität führen werden. Zum anderen sind die steigenden Infektionszahlen besorgniserregend. So liegt die Zahl der laborbestätigten Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Sachsen bei 8,7 (Stand zum Achten Offenen Brief zum Coronavirus vom 26. Mai 2020: 3) und in der Stadt Chemnitz bei 13 (Stand zum Achten Offenen Brief zum Coronavirus vom 26. Mai 2020: 0,3). Zudem sind in der letzten Woche 37 Neuinfektionen in der Stadt Chemnitz aufgetreten und gab es Ende letzter Woche mehr Infektions-, Quarantäne- und Verdachtsfälle an der TU Chemnitz denn je (Infektionsfälle: 4; Quarantänefälle: 9; Verdachtsfälle: 3). Vor dem Hintergrund müssen wir alles daran setzen, unsere Studierenden und Beschäftigten bestmöglich zu schützen – und dadurch zugleich einen Lockdown im Winter zu vermeiden. Nachdem der Lehrbetrieb im Wintersemester 2020/2021 erfolgreich angelaufen sein wird und sich erforderliche Routinen eingestellt haben werden sowie nach genauer Prüfung der weiteren Entwicklung der Covid-19-Pandemie wird in enger interner Abstimmung über das weitere Vorgehen entschieden.

Strikte Beachtung der Einhaltung der Hygiene- und Schutzbestimmungen

In Anbetracht der bereits erwähnten Entwicklung der Infektionszahlen sowie in Ermangelung eines Impfstoffes ist es absolut notwendig, dass die Hygiene- und Schutzbestimmungen vollständig und zwingend eingehalten werden. Dies gilt v. a. auch für die Maskenpflicht (in den Gebäuden der TU Chemnitz bei möglichem Personenkontakt, also auf allen Treppen, Fluren und in gemeinsam genutzten Räumen etc.). Ich bitte Sie eindringlich, die entsprechenden Regelungen einzuhalten. Sie dienen dazu, Sie und Ihre Mitmenschen zu schützen – und zugleich auch dazu, einen Lockdown zu vermeiden und unser universitäres Leben in der aktuellen Form aufrechterhalten zu können.

Verstöße gegen das Hygienekonzept sind mit Blick auf den Schutz unserer Beschäftigten, Studierenden und Gäste nicht tolerierbar und müssen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln geahndet werden. Dabei handelt es sich in einschlägigen Fällen um eine Mitteilung an die Stadt Chemnitz zur Einleitung eines Bußgeldverfahrens nach § 8 Abs. 2 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung, um Ordnungsmaßnahmen gemäß § 17 Abs. 2 der Hausordnung der TU Chemnitz (Ermahnung, Verweis aus den Gebäuden und von den Freiflächen, Hausverbot) sowie mit Blick auf Beschäftigte um disziplinarische Maßnahmen (Ermahnungen, Abmahnungen sowie – in besonders schwerwiegenden Einzelfällen – außerordentliche Kündigungen).

Beschäftigte und Studierende, die aufgrund von Urlaubsreisen oder der Rückkehr aus ihren Heimatländern nach Chemnitz bzw. an die TU Chemnitz zurückkehren, werden weiterhin gebeten, die aktuell geltenden Bestimmungen zu Quarantäne-, Auskunfts- sowie Testpflichten für Reiserückkehrer zu beachten und sich auch fortwährend selbstständig darüber zu informieren. Eine Übersicht relevanter Informationen nach momentanem Stand finden Sie im FAQ-Bereich der TU Chemnitz. Dort finden Beschäftigte auch die geltenden Regelungen für die Durchführungen von Dienstreisen, die zwingend zu beachten sind.

Selbstverständlich sind Beschäftigte und Studierende auch weiterhin angehalten, Verdachts-, Quarantäne- und Infektionsfälle unverzüglich mitzuteilen. Beschäftigte wenden sich dazu an das Dezernat Personal (in Kopie: kontakt-corona@tu-chemnitz.de), Studierende an den Studentenservice (in Kopie: kontakt-corona@tu-chemnitz.de). Dies gilt auch, sofern Sie sich aktuell (noch) nicht in Chemnitz bzw. an der TU Chemnitz befinden. Die jeweiligen Leiterinnen und Leiter der organisatorischen Einheiten sind zudem weiterhin angehalten, über die Belegungs- bzw. Schichtpläne inkl. Kontaktdaten (Formblatt zur Ermittlung von Kontaktdaten im FAQ-Bereich) sicherzustellen, dass im Falle von Verdachts-, Quarantäne- und Infektionsfällen die Kontaktketten schnell und vollständig nachverfolgt werden können. Ferner bitte ich Sie alle, die bereits erfolgten Mitteilungen zu beachten und sich regelmäßig im ständig aktualisierten FAQ-Bereich zu informieren.

Ich denke, wir alle sehnen uns nach einer Rückkehr zur Normalität. Leider wird sich diese Normalität auch im Wintersemester 2020/2021 nicht einstellen. Allerdings bin ich fest davon überzeugt, dass es uns gemeinsam gelingen wird, auch dieses Semester und die damit verbundenen Herausforderungen erfolgreich zu meistern! Für Ihre äußerst wichtige Mithilfe sowie Ihr Verständnis danke ich Ihnen sehr.

Ich wünsche Ihnen allen einen – trotz der bestehenden Einschränkungen – guten Semesterstart und heiße auch auf diesem Wege unsere Studierenden im ersten Semester auf das allerherzlichste an der TU Chemnitz willkommen.

Herzliche Grüße – und bleiben Sie gesund!

Ihr Gerd Strohmeier

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Hygienekonzept der TU Chemnitz für schriftliche Prüfungen mit Blick auf das Coronavirus (SARS-CoV-2) – Grundlage für den Start der zentralen Prüfungsperiode ab 20. Juli 2020

Am 20. Juli 2020 beginnt an der TU Chemnitz die zentrale Prüfungsphase. Grundlage für diese ist die strikte Einhaltung des Hygienekonzepts für die Durchführung schriftlicher Prüfungen (Version 1.2, Stand: 15. Juli 2020) unserer Universität. Dieses ist im FAQ-Bereich abrufbar und sowohl von den Studierenden als auch den Prüfenden und aufsichtführenden Personen zu beachten. In der aktuell veröffentlichten Version des Konzepts finden sich u. a. folgende Neuerungen: Aufhebung des Sammelpunkt-Prinzips für ausgewählte Gebäude im Zeitraum der zentralen Prüfungsperiode (20. Juli bis 15. August 2020) sowie Aufhebung der Regelung zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung (Mund-Nase-Maske) für die Dauer der Prüfung, sofern der Mindestabstand zu anderen Personen eingehalten werden kann. Außerdem wurde ein neues Formblatt zur Erfassung von Kontaktdaten der teilnehmenden Studierenden an Präsenzprüfungen im FAQ-Bereich veröffentlicht. Auch dieses ist maßgebend für die Durchführung der zentralen Prüfungsperiode und ist im jeweiligen Dekanat zu hinterlegen.

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Neunter Offener Brief des Rektors zum Coronavirus (SARS-CoV-2) vom 6. Juli 2020

Sehr geehrte Professorinnen und Professoren, Mitarbeitende und Studierende,

liebe Mitglieder und Angehörige der TU Chemnitz,

glücklicherweise hat sich die Situation mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) und der dadurch ausgelösten Infektionserkrankung („Corona virus induced disease“, COVID-19) weiter verbessert und in gewissem Maße stabilisiert: Die Zahl der laborbestätigten Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner liegt in Sachsen bei 0,4 und in der Stadt Chemnitz bei 0; seit über einer Woche gibt es keine Neuinfektion in der Stadt Chemnitz; seit mehreren Wochen ist an unserer Universität weder ein Infektions- noch ein Verdachtsfall bekannt geworden. Vor diesem Hintergrund haben sich der Krisenstab bzw. das Rektorat der TU Chemnitz entschieden, die TU Chemnitz ab dem 13. Juli 2020 und damit der letzten Vorlesungswoche bis auf Weiteres – unter dem Vorbehalt, dass keine signifikante Verschlechterung der Infektionssituation im Freistaat Sachsen, in der Stadt Chemnitz und an der TU Chemnitz eintritt – in die zweite Stufe des selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetriebs zu versetzen.

Zweite Stufe des selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetriebs

Die im Achten Offenen Brief zum Coronavirus definierten Grundsätze für den selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetrieb – die strikte Einhaltung der Hygiene- und Schutzbestimmungen (Update: 7. Juli 2020), die strikte Einhaltung eines Kontingentprinzips, die Ermöglichung von Schichtplänen innerhalb der an der TU Chemnitz geltenden Regelungen zur Gleitzeit, die Gewährleistung einer hinreichenden Flexibilität sowie die Dezentralisierung der Umsetzung – gelten grundsätzlich weiter fort, werden jedoch in folgenden Punkten modifiziert:

  • Kontingentprinzip: Für dringende sowie nur in Präsenz durchführbare Arbeiten dürfen in den einzelnen organisatorischen Bereichen (Professuren etc.) Beschäftigte bis zu einer Obergrenze von max. 40 Prozent (mindestens jedoch 2 Beschäftigte) der regulär dort Beschäftigten tätig sein (unter Beachtung der allgemeinen Rundungsregeln). In der Zentralen Universitätsverwaltung werden die in den Dezernaten zur Abdeckung der Bedarfe in der zweiten Stufe des selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetriebs zwingend erforderlichen Kontingente durch den Kanzler(vertreter) festgelegt.
  • Hygiene- und Schutzbestimmungen (Update: 7. Juli 2020): Um einerseits der verbesserten Situation sowie andererseits dem höheren Personenaufkommen in der zweiten Stufe des selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetriebs gerecht zu werden, sind in den Gebäuden der TU Chemnitz (jedoch nicht auf Freiflächen) weiterhin bei möglichem Personenkontakt, also auf allen Treppen, Fluren und in gemeinsam genutzten Räumen etc., Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen.
  • Flexibilität: In der zweiten Stufe des selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetriebs muss es bei einer Verschlechterung der Situation möglich sein, innerhalb kürzester Zeit (24 Stunden) – in Abhängigkeit vom Ausmaß der Verschlechterung – in die erste Stufe des selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetriebs, in den erweiterten oder auch in den vollständigen Stand-by-Betrieb zu wechseln – wofür in den einzelnen Bereichen entsprechende Konzepte vorzuhalten sind.

Darüber hinaus gelten in der zweiten Stufe des selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetriebs folgende – zum Teil zwischenzeitlich getroffene und im FAQ-Bereich kommunizierte – Regelungen:

  • Promotionsverteidigungen: Es besteht, soweit dies erforderlich ist und die Hygiene- und Schutzbestimmungen vollständig eingehalten werden können, die Möglichkeit, Promotionsverteidigungen in (Teil-)Präsenz durchzuführen. Dabei können die Promovendin bzw. der Promovend, die Mitglieder der Promotionskommission und die Protokollantin bzw. der Protokollant anwesend sein (falls erforderlich, kann eine weitere Person zur Technikunterstützung hinzugezogen werden), während für die (Hochschul-)Öffentlichkeit eine Onlineübertragung angeboten wird.
  • Probandenstudien und Erhebungen: Probandenstudien und Erhebungen können in Präsenz durchgeführt werden, soweit dies erforderlich ist und die Hygiene- und Schutzbestimmungen vollständig eingehalten werden können. Hierfür sind zusätzliche, spezielle Hygienekonzepte bzw. Hygiene- und Schutzbestimmungen erforderlich, die zwingend über Frau Diana Schreiterer (E-Mail: kontakt-corona@tu-chemnitz.de, Tel. 0371 531-35267) mit dem betriebsärztlichen Dienst abzuklären sind. Probandinnen und Probanden werden bei der Berechnung des Referenzwertes für die prozentuale Obergrenze – analog zur Regelung bei Hilfskräften – nicht berücksichtigt, zählen jedoch zur max. zulässigen Personenanzahl, die zu einer bestimmten Zeit im jeweiligen Bereich in Präsenz tätig sein darf.
  • Durchführung von Gremiensitzungen, Besprechungen etc.: Gremiensitzungen, Besprechungen etc. können grundsätzlich bis zu einer Obergrenze von 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in (Teil-)Präsenz durchgeführt werden, sofern sie aufgrund triftiger Gründe, etwa aufgrund benötigter Infrastruktur vor Ort oder der Tragweite des Themas, nicht online durchgeführt werden können sowie die Hygiene- und Schutzbestimmungen vollständig eingehalten werden können.

Weitere Informationen und Hinweise zu den genannten vier Punkten entnehmen Sie bitte unserem FAQ-Bereich. Eine Genehmigung durch den Krisenstab bzw. das Rektorat ist in den oben genannten Fällen nicht erforderlich.

Planungen für das Wintersemester 2020/2021

Die weitere Entwicklung mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus und die dadurch ausgelöste Infektionserkrankung ist für die Zeit des Wintersemesters 2020/2021 nur schwer absehbar. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit muss jedoch davon ausgegangen werden, dass weiterhin die Gefahr der Infektion mit dem Virus besteht, kein Impfstoff zur Verfügung steht und infolgedessen Einschränkungen fortbestehen (müssen). Vor dem Hintergrund haben wir uns entschieden, den Lehrbetrieb im Wintersemester 2020/2021 weitgehend digital durchzuführen. Das bedeutet, dass die im Wintersemester 2020/2021 anzubietenden Lehrveranstaltungen in der Regel als digitale Lehrveranstaltungen angeboten werden. Ausnahmen davon sind – nach zentraler Freigabe bzw. Priorisierung – Lehrveranstaltungen, die digital nicht durchführbar sind, sowie möglichst viele Lehrveranstaltungen für Studierende im ersten Semester, sofern es die Situation zulässt und die Hygiene- und Schutzbestimmungen eingehalten werden können. Bezüglich der Abhaltung von Präsenzlehrveranstaltungen im Wintersemester 2020/2021 wird es eine Abfrage des Prorektors für Lehre und Internationales geben.

Da wir im Vergleich zur Situation im Sommersemester 2020 wesentlich mehr Vorlauf und Vorbereitungszeit auf das Wintersemester 2020/2021 haben, gehen wir davon aus, dass alle Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2020/2021 entweder als Präsenzlehrveranstaltungen oder in einem digitalen Format angeboten werden. Zur Durchführung digitaler Lehrveranstaltungen werden weiterhin Schulungen angeboten sowie die technische Infrastruktur aus zentralen Ansätzen zur Verfügung gestellt.

Nach aktuellem Planungsstand wird der Vorlesungsbetrieb im Wintersemester 2020/2021 an der TU Chemnitz am 12. Oktober 2020 beginnen. Studierende können sich ab Ende August im Vorlesungsverzeichnis informieren, welche Lehrveranstaltungen als digitale Lehrveranstaltungen und welche als Präsenzlehrveranstaltungen im Wintersemester 2020/2021 angeboten werden.

Mit der zweiten Stufe des selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetriebs, die auf Grundlage der allgemeinen Situationsbewertung, erfolgter Rückmeldungen aus einzelnen Bereichen unserer Universität sowie einer Abstimmung zwischen allen Mitgliedern des Krisenstabs bzw. des Rektorats definiert wurde, verfolgen wir weiterhin das Ziel, unsere Mitglieder und Angehörigen sowie ihre Familien bestmöglich zu schützen und zugleich unser Universitätsleben, soweit möglich und verantwortbar, aufrechtzuerhalten.

Auch wenn sich, wie eingangs erwähnt, die Lage mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus und der dadurch ausgelösten Infektionserkrankung weiter verbessert und in gewissem Maße stabilisiert hat, ist die Corona-Krise – wie einzelne Corona-Ausbrüche und dramatische Entwicklungen weltweit zeigen – längst nicht überwunden. Vor dem Hintergrund bitte ich Sie, die Situation nach wie vor sehr ernst zu nehmen und die bestehenden Hygiene- und Schutzbestimmungen vollständig einzuhalten. Dazu zählt vor allem auch, dass Verdachts-, Quarantäne- und Infektionsfälle von Beschäftigten unverzüglich dem Dezernat Personal (in Kopie an kontakt-corona@tu-chemnitz.de) sowie von Studierenden dem Studentenservice (in Kopie an kontakt-corona@tu-chemnitz.de) gemeldet werden und dass im Falle von Infektions- und Verdachtsfällen die Kontaktketten schnell und vollständig nachverfolgt werden können, was durch die jeweiligen Leiterinnen und Leiter der organisatorischen Einheiten über die Belegungs- bzw. Schichtpläne inkl. Kontaktdaten sicherzustellen ist. Bitte beachten Sie auch weiterhin die bereits mitgeteilten Maßnahmen, Informationen, Empfehlungen sowie Hinweise und informieren Sie sich regelmäßig im ständig aktualisierten FAQ-Bereich.

Für Anfragen sowie die Übermittlung von Informationen aller Art zur Corona-Krise nutzen Sie in Zukunft bitte die E-Mail-Adresse kontakt-corona@tu-chemnitz.de.

Haben Sie vielen herzlichen Dank für Ihr Verständnis, Ihre großartige Unterstützung und Ihr Durchhaltevermögen! Unseren Studierenden wünsche ich für die anstehenden Prüfungen viel Erfolg!

Herzliche Grüße – und bleiben Sie gesund!

Ihr Gerd Strohmeier

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Achter Offener Brief des Rektors zum Coronavirus (SARS-CoV-2) vom 26. Mai 2020

Sehr geehrte Professorinnen und Professoren, Mitarbeitende und Studierende,

liebe Mitglieder und Angehörige der TU Chemnitz,

wie bereits im Siebten Offenen Brief zum Coronavirus (SARS-CoV-2) vom 4. Mai 2020 angekündigt, wurden zwischenzeitlich im Rahmen einer zweiten Stufe des erweiterten Stand-by-Betriebs – nach zusätzlich erbetenen Zuarbeiten sowie individuellen Abklärungen – weitere Präsenzlehrveranstaltungen freigegeben und weitere Arbeiten in Laboren, Reinräumen, Werkstätten etc. in eingeschränkter Weise (mit einer Belegung von max. 10 Prozent der dort regulär abgeleisteten Zeitarbeitsstunden) sowie unter den definierten und kommunizierten Voraussetzungen ermöglicht.

Nachdem nun die Zahl der laborbestätigten Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Sachsen bei 3 und in der Stadt Chemnitz bei 0,3 liegt, seit mehreren Wochen kaum Neuinfektionen in der Stadt Chemnitz aufgetreten sind und es an der TU Chemnitz seit längerer Zeit weder Infektions- noch Verdachtsfälle gibt, haben sich der Krisenstab bzw. das Rektorat der TU Chemnitz entschieden, die TU Chemnitz ab dem 1. Juni 2020 vom erweiterten Stand-by-Betrieb in einen selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetrieb zu versetzen. Dieser Schritt erfolgt sowohl unter Beachtung der Dringlichkeit und Notwendigkeit von Präsenzarbeiten an der TU Chemnitz als auch unter Einhaltung strenger Hygiene- und Schutzbestimmungen bis auf Weiteres, d. h. unter dem Vorbehalt, dass keine signifikante Verschlechterung der Infektionssituation im Freistaat Sachsen, in der Stadt Chemnitz und an der TU Chemnitz eintritt.

Der selektive sowie eingeschränkte Präsenzbetrieb – der keinem regulären Betrieb, auch keinem eingeschränkten regulären Betrieb entspricht – basiert auf folgenden Grundsätzen:

  • der strikten Einhaltung der Hygiene- und Schutzbestimmungen (Update: 3. Juni 2020). Weitere (den nachfolgenden Anstrichen zu entnehmende) Lockerungen sind nur dann möglich, wenn die bestehenden Hygiene- und Schutzbestimmungen vollständig eingehalten werden können. Zum Teil notwendige spezielle Hygienekonzepte bzw. Hygiene- und Schutzbestimmungen sind zwingend über Frau Diana Schreiterer (E-Mail diana.schreiterer@..., Tel. 0371 531-35267) mit dem betriebsärztlichen Dienst abzuklären. Da, gemäß dem Hygienekonzept der TU Chemnitz, jede Person an der TU Chemnitz verpflichtet ist, eine Mund-Nasen-Bedeckung bei möglichem Personenkontakt unter 1,5 m zu tragen, und im Rahmen des selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetriebs an der TU mit einem höheren Personenaufkommen zu rechnen ist, sind auf dem Campus-Gelände (den Plätzen, Wegen, Fluren etc.) Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen.
  • der strikten Einhaltung eines Kontingentprinzips. Danach dürfen – für dringende sowie nur in Präsenz durchführbare Arbeiten – in einzelnen organisatorischen Bereichen (Professuren etc.) Beschäftigte bis zu einer Obergrenze von max. 25 Prozent der regulär dort Beschäftigten tätig sein (Hilfskräfte werden bei der Berechnung des Referenzwertes für die prozentuale Obergrenze nicht berücksichtigt, zählen jedoch zur max. zulässigen Personenanzahl, die zu einer bestimmten Zeit im jeweiligen Bereich in Präsenz tätig sein darf). Dabei ist zu beachten, dass die Obergrenze sämtliche in dem Bereich tätige Beschäftigte umfasst – auch die bisher an der TU Chemnitz tätigen Beschäftigten (Kernteams etc.) – und zu jedem Zeitpunkt einzuhalten ist.
  • der Ermöglichung von Schichtplänen innerhalb der an der TU Chemnitz geltenden Regelungen zur Gleitzeit. Die festgelegte Obergrenze von max. 25 Prozent bedeutet nicht, dass für dringende sowie nur in Präsenz durchführbare Arbeiten insgesamt max. 25 Prozent der Beschäftigten eines Bereichs tätig sein dürfen, sondern dass für die entsprechenden Arbeiten max. 25 Prozent der Beschäftigten eines Bereichs zur selben Zeit an der TU Chemnitz tätig sein dürfen. Das heißt, dass, einen stimmigen und mit den Hygiene- und Schutzbestimmungen im Einklang stehenden Schichtplan vorausgesetzt, insgesamt mehr Beschäftigte als 25 Prozent der Beschäftigten eines Bereichs grundsätzlich – jedoch nicht zur selben Zeit – die Möglichkeit haben, an der TU Chemnitz zur Verrichtung der o. a. Arbeiten tätig zu sein. Im Rahmen von Schichtplänen ist darauf zu achten, dass möglichst fixe Teams gebildet werden, d. h. immer dieselben Beschäftigen gleichzeitig anwesend sind.
  • der Gewährleistung einer hinreichenden Flexibilität. Da die Entwicklung der nächsten Wochen (Zahl der Verdachts- und Infektionsfälle etc.) nicht vorhersehbar ist und bei einer Verschlechterung der Situation ein schnelles Eingreifen erforderlich sein kann, muss es möglich sein, innerhalb kürzester Zeit (24 Stunden) wieder in den erweiterten oder vollständigen Stand-by-Betrieb zu wechseln. Die einzelnen Bereiche sind angehalten, entsprechende Konzepte vorzuhalten, die eine schnelle Umstellung ermöglichen.
  • der Dezentralisierung der Umsetzung. Die Leitungen der Fakultäten, Zentralen Einrichtungen und Dezernate werden gebeten, den Übergang vom erweiterten Stand-by-Betrieb in den selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetrieb, ggf. in Abstimmung mit den zuständigen Prorektoren, sowie die Durchführung dieses Betriebs unter den definierten Voraussetzungen in eigener Verantwortung her- und sicherzustellen. Allerdings sind die Belegungs- bzw. Schichtpläne dem Krisenstab bzw. Rektorat zur Kenntnis weiterzuleiten, sodass u. a. nachvollziehbar ist, wer sich zu welcher Zeit in welchem Bereich der TU aufhält. Ferner sind die Pläne in den einzelnen Bereichen inkl. der Kontaktdaten (Anschrift, E-Mail-Adresse, Telefonnummer) der jeweiligen Beschäftigten vorzuhalten und so aufzubewahren, dass eine unverzügliche Übermittlung an die Universitätsleitung zur Weiterleitung an die Gesundheitsbehörden nach entsprechender Aufforderung möglich ist.

Unabhängig davon ist darauf hinzuweisen, dass auch im selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetrieb bis auf Weiteres kein Publikumsverkehr und keine Präsenzveranstaltungen möglich sind. Eine Ausnahme bildet die Durchführung von Vorstellungsvorträgen im Rahmen der Sitzungen von Berufungskommissionen, sofern die bestehenden Hygiene- und Schutzbestimmungen vollständig eingehalten werden können.

Mit Blick auf Lehrveranstaltungen wird es im Zuge der Einführung des selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetriebs eine für das Sommersemester 2020 letzte Abfrage des Prorektors für Lehre und Internationales geben, nach der einige wenige weitere Lehrveranstaltungen als Präsenzlehrveranstaltungen nach zentraler Priorisierung freigegeben werden können, sofern hinreichende Begründungen mit Blick auf die definierten Leitfragen vorliegen (vgl. hierzu bereits den Siebten Offenen Brief zum Coronavirus (SARS-CoV-2) vom 4. Mai 2020).

Mit Blick auf Prüfungen gilt, dass …

  • mündliche Prüfungen (inkl. Verteidigungen und Kolloquien von Abschlussarbeiten) nur dann als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden dürfen, wenn sie nicht online durchgeführt werden können sowie die Hygiene- und Schutzbestimmungen eingehalten werden können.
  • Klausuren, soweit möglich, als Online-Prüfungen angeboten werden sollen. Dafür werden im Juni 2020 entsprechende Verfahren entwickelt und kommuniziert.

Studierende können sich im ständig aktualisierten Vorlesungsverzeichnis informieren, welche weiteren digitalen Lehrveranstaltungen sowie Präsenzlehrveranstaltungen im Sommersemester 2020 angeboten werden. Sie sind weiterhin angehalten, die Gebäude und Einrichtungen der TU Chemnitz nur zum Besuch der freigegebenen (Präsenz-)Angebote zu betreten. Studierenden, die selbst der Risikogruppe angehören oder die wegen zur Risikogruppe gehörender, im selben Haushalt lebender Familienmitglieder nicht an Präsenzveranstaltungen teilnehmen wollen, wird weiterhin empfohlen, ausschließlich Online-Angebote wahrzunehmen. Die bereits getroffenen und in den vorangegangenen Offenen Briefen zum Coronavirus (SARS-CoV-2) kommunizierten Regelungen zum Rücktritt von Prüfungen sowie zur Verlängerung von Fristen für die Abgabe von Haus- und Abschlussarbeiten gelten bis auf Weiteres unverändert fort.

Für Beschäftigte der TU Chemnitz bedeutet die Einführung des selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetriebs, dass ab dem 1. Juni 2020 (weiterhin)…

  • alle Beschäftigten der TU Chemnitz angewiesen sind, soweit wie möglich von mobiler Arbeit Gebrauch zu machen. Alle Lehrenden, die Lehrveranstaltungen vollständig digital anbieten können, werden gebeten, dies entsprechend zu tun.
  • die Beschäftigten, die nicht oder nicht vollumfänglich weiterhin von mobiler Arbeit Gebrauch machen können, nur dann nach Rücksprache mit der bzw. dem Fachvorgesetzten – an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, wenn sie für den selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetrieb zwingend benötigt werden und der Infektionsschutz vollumfänglich gewährleistet ist (vgl. hierzu bereits den Sechsten Offenen Brief zum Coronavirus (SARS-CoV-2) vom 17. April 2020 sowie die Hygiene- und Schutzbestimmungen (Update: 3. Juni 2020)).
  • Beschäftigte, die zur Risikogruppe (Definition entsprechend RKI) gehören, nach Rücksprache mit der oder dem jeweiligen Fachvorgesetzten, ermöglicht werden kann, weiterhin zu Hause zu bleiben, auch wenn sie nicht von mobiler Arbeit Gebrauch machen können. Sie müssen dafür weder Urlaub noch Ausgleich von Mehrarbeitsstunden oder unbezahlte Freistellung beantragen und behalten in diesem Fall grundsätzlich den Entgeltanspruch. Sie müssen jedoch, sofern sie nicht Urlaub etc. genommen haben oder krankgemeldet sind, per Telefon und/oder E-Mail erreichbar sein. Dasselbe gilt für Beschäftigte, die aus triftigen, mit der aktuellen Corona-Krise zusammenhängenden Gründen, etwa wegen zur Risikogruppe gehörender, im selben Haushalt lebender Familienmitglieder, nicht an den Arbeitsplatz zurückkehren wollen.

Mit dem selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetrieb wollen wir – wie bereits bei den vorangegangenen Schritten – situationsangemessen unsere Mitglieder und Angehörigen sowie ihre Familien bestmöglich schützen und zugleich unser Universitätsleben, soweit möglich und verantwortbar, aufrechterhalten. Dabei kommt selbstverständlich dem Schutz der Gesundheit unserer Beschäftigten und Studierenden die höchste Priorität zu. Zugleich ist dies aber auch der beste Weg, um zu verhindern, verschiedene Schritte, die wir in den letzten Monaten gemacht haben, wieder rückgängig machen zu müssen, oder gar für längere Zeit in einen vollständigen Lockdown zu fallen.

Wie fragil die aktuelle Situation ist, zeigen etwa die jüngsten „Corona-Ausbrüche“ in Deutschland sowie die Warnungen vor einer zweiten Infektionswelle. Deshalb ist es notwendig, dafür zu sorgen, dass das Personenaufkommen an der TU Chemnitz insgesamt niedrig gehalten wird, die bestehenden Hygiene- und Schutzbestimmungen vollständig eingehalten werden (können) und im Falle von Infektions- und Verdachtsfällen die Infektionsketten schnell und vollständig nachverfolgt werden können. Aus diesem Grund haben sich der Krisenstab bzw. das Rektorat für den selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetrieb ab dem 1. Juni 2020 entschieden.

Ich bitte Sie alle sehr herzlich, die Einleitung und Durchführung des selektiven sowie eingeschränkten Präsenzbetriebs zu unterstützen. Zudem bitte ich Sie, wie gewohnt, weiterhin die bereits mitgeteilten Maßnahmen, Informationen, Empfehlungen sowie Hinweise zu beachten und sich regelmäßig im ständig aktualisierten FAQ-Bereich zu informieren.

Der Krisenstab bzw. das Rektorat werden die weitere Entwicklung genauestens beobachten und situationsangemessen über weitere Schritte entscheiden.

Ich danke Ihnen allen sehr herzlich – sowohl für Ihr Verständnis als auch für Ihre herausragende und unablässige Unterstützung. Die Corona-Krise stellt unsere Universität, aber auch jeden Einzelnen von uns, auf eine große Belastungsprobe. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir diese meistern werden, wenn wir Durchhaltevermögen beweisen, situationsangemessen und verantwortungsvoll reagieren und als TUC-Familie zusammenhalten.

Herzliche Grüße – und bleiben Sie gesund!

Ihr Gerd Strohmeier

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Siebter Offener Brief des Rektors zum Coronavirus (SARS-CoV-2) vom 4. Mai 2020

Sehr geehrte Professorinnen und Professoren, Mitarbeitende und Studierende,

liebe Mitglieder und Angehörige der TU Chemnitz,

wie bereits in meinem Sechsten Offenen Brief angekündigt, wird an unserer Universität ab heute der Stand-by-Betrieb schrittweise gelockert und unter Beachtung der Dringlichkeit sowie der Einhaltung strenger Hygiene- und Schutzbestimmungen bis auf Weiteres in einen erweiterten Stand-by-Betrieb überführt.

Sowohl im Krisenstab als auch im Rektorat ist uns durchaus bewusst, dass sich viele von Ihnen umfassendere, weitreichendere sowie schnellere Lockerungen wünschen und einige mit großer Ungeduld darauf warten, schnellstmöglich wieder an den Arbeitsplatz an der TU zurückkehren zu können. Das zeigt, dass für viele von uns die Arbeit an der TU Chemnitz weit mehr ist als nur ein Mittel, um den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Selbstverständlich wissen wir auch, dass das Arbeiten im (erweiterten) Stand-by-Betrieb für viele von uns nicht oder nur sehr eingeschränkt oder auch nur unter sehr großen Belastungen und Anstrengungen möglich ist. Es ist selbstverständlich frustrierend, mitten aus dem Universitätsalltag herausgerissen und regelrecht vom Uni-Campus verbannt zu werden; es ist gewiss deprimierend, ein laufendes Forschungsprojekt, von dem sehr viel abhängt und mit dem vielleicht auch sehr viel Herzblut verbunden ist, nicht, wie geplant, fortsetzen zu können; es ist zweifelsohne belastend, digitale Lehrveranstaltungen im eigenen Wohnzimmer anzubieten, unweit von den eigenen Kindern, um die man sich ebenfalls zu kümmern hat.

All das ist uns im Krisenstab und Rektorat bewusst. Es ist uns auch bewusst, dass wir alle Verantwortung für Forschung und Lehre tragen – eine Verantwortung, die sehr ernst zu nehmen ist, in der aktuellen Situation aber von einer Verantwortung überlagert wird, die zweifelsohne schwerer wiegt: die Verantwortung für die Gesundheit und das Leben von Menschen – worüber, wie uns bekannt ist, viele Beschäftigte und Studierende gegenwärtig in sehr großer Sorge sind. Schließlich wissen wir alle, dass weltweit viele Menschen schwer an Covid-19 erkrankt oder sogar gestorben sind – und dass es keineswegs so ist, dass junge Menschen nicht an Covid-19 erkranken und sterben würden, Spätfolgen einer Infektion ausgeschlossen werden könnten und bald mit einem Impfstoff zu rechnen wäre. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir uns, wenn diese Krise überwunden sein wird, verzeihen können, dass wir kein richtiges Semester hatten, Forschungsprojekte nicht vorantreiben konnten und wertvolle Zeit verloren haben, um unsere ambitionierten Ziele in Forschung und Lehre zu erreichen. Wir würden es uns aber definitiv nicht verzeihen können, wenn wir durch zu umfassende, weitreichende und schnelle Lockerungen Beschäftigte und Studierende einer großen Gefahr ausgesetzt hätten, Mitglieder und Angehörige unserer Universität durch unser Verschulden schwer erkrankt oder sogar gestorben wären. Wer an die fürchterlichen Bilder aus Italien und auch anderen Ländern denkt und sich die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen vor Augen führt, weiß, dass diese Worte definitiv nicht übertrieben sind.

In den letzten Wochen sind zahlreiche Wünsche an uns herangetragen worden, verschiedene Tätigkeiten in Forschung und Lehre in den Räumen der TU Chemnitz wieder zuzulassen. Diese Wünsche sind zweifelsohne nachvollziehbar. Allerdings würde deren Erfüllung in Summe keinem erweiterten Stand-by-Betrieb, sondern vielmehr einem (eingeschränkten) Normalbetrieb entsprechen und zur Folge haben, dass das Personenaufkommen an unserer Universität, in den Wohnheimen und in der Stadt erheblich ansteigen würde. Um dies zu vermeiden, waren wir gezwungen, klare Vorgaben bezüglich des erweiterten Stand-by-Betriebs zu machen und dabei sehr restriktive Maßstäbe anzulegen.

Mit Blick auf Lehrveranstaltungen haben wir die Wünsche bezüglich der Abhaltung von Präsenzlehrveranstaltungen abgefragt und diese anschließend im Krisenstab priorisiert – wobei der Schutz der Gesundheit unserer Beschäftigten und Studierenden höchste Priorität hatte und folgende Leitfragen entscheidend waren:

  • Gibt es eine klare Notwendigkeit für eine Präsenzveranstaltung oder besteht eventuell doch die Möglichkeit einer Onlinevariante?
  • Führt der Ausfall der Veranstaltung zu einer deutlichen Verzögerung (mehr als ein Semester) im Studienverlauf?
  • Sind die Hygieneempfehlungen, insbesondere die Einhaltung des Mindestabstands, realistisch umsetzbar?

Vor diesem Hintergrund konnte ein gewisser Anteil an Präsenzveranstaltungen zugelassen und im Vorlesungsverzeichnis veröffentlicht werden. Für alle weiteren gemeldeten und nicht zugelassenen Präsenzlehrveranstaltungen bitten wir, dringend zu prüfen, ob diese nicht doch online durchgeführt werden können. Sollte dies definitiv nicht der Fall sein, werden wir – eine positive Entwicklung vorausgesetzt – unter Berücksichtigung erbetener zusätzlicher Zuarbeiten möglicherweise einige dieser Veranstaltungen in einer zweiten Stufe im Mai freigeben können.

Mit Blick auf Prüfungen haben wir entschieden, dass …

  • Klausuren frühestens für Juni geplant und die jeweiligen Klausurtermine nur unter Vorbehalt bekanntgegeben werden können. Eine endgültige Entscheidung, ob diese stattfinden können, wird in der vorletzten Maiwoche getroffen.
  • mündliche Prüfungen nur dann als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden dürfen, wenn sie nicht verschoben oder online durchgeführt werden können und die Hygiene- und Schutzbestimmungen eingehalten werden können.

Mit Blick auf die Öffnung von Laboren, Reinräumen, Werkstätten etc. wurde ein ähnliches Vorgehen wie bei der Zulassung von Präsenzlehrveranstaltungen gewählt, indem die Wünsche bezüglich der Öffnung abgefragt und anschließend im Krisenstab priorisiert wurden – wobei auch hier der Schutz der Gesundheit unserer Beschäftigten und Studierenden höchste Priorität hatte und folgende Kriterien für eine Nutzungsmöglichkeit sprachen:

  • explizite Angaben zur maximalen Präsenz in den TU-Gebäuden
  • Anwesenheit von möglichst nur einer Person im Raum (Benennung von Vorkehrungen bei mehreren Personen: sehr großes Labor mit weit voneinander entfernten Arbeitsplätzen, Schichtplan etc.)
  • explizite Angaben zur Dringlichkeit
  • Abschlussarbeiten zur Dissertation (z. B. Durchführung reiner Messungen), möglichst mit spätestem Termin für die Promotion
  • Erstellung von Lehrvideos von Laborversuchen etc.; Unterstützung der Online-Lehre
  • explizite Begründung für nicht in mobiler Arbeit zu bewältigende Tätigkeiten bzw. Teiltätigkeiten

Vor diesem Hintergrund sind begrenzte Öffnungen ermöglicht und den entsprechenden Fakultäten mitgeteilt worden. Für alle weiteren gemeldeten und nicht ermöglichten Öffnungen bitten wir u. a. darum, dringend zu prüfen, ob sich die Arbeiten eventuell doch mit geringerer Zahl präsenter (mit Zugangsberechtigung versehener) Personen und geringerer Zahl der in der Universität zu verbringenden Stunden durchführen lassen. Weitere Öffnungen bereits gemeldeter Bereiche werden wir auch hier – eine positive Entwicklung vorausgesetzt – unter Berücksichtigung erbetener zusätzlicher Zuarbeiten möglicherweise in einer zweiten Stufe im Mai realisieren können.

Ich bitte die Leitungen der Fakultäten, Zentralen Einrichtungen und Dezernate, den erweiterten Stand-by-Betrieb, ggf. in Abstimmung mit den zuständigen Prorektoren, unter Berücksichtigung der o. a. Entscheidungen und den definierten Voraussetzungen in eigener Verantwortung sicherzustellen. Darüber hinaus bitte ich Sie alle, wie bereits in den vorangegangenen Offenen Briefen kommuniziert, weiterhin die bereits mitgeteilten Maßnahmen, Informationen, Empfehlungen und Hinweise zu beachten und sich regelmäßig im ständig aktualisierten FAQ-Bereich zu informieren.

Ich danke Ihnen allen, auch im Namen der Mitglieder des Krisenstabs und des Rektorats, nochmals sehr herzlich für Ihr großartiges und unermüdliches Engagement sowie Ihr Verständnis für die getroffenen Entscheidungen – die uns alles andere als leichtgefallen sind.

Die Corona-Krise ist zweifelsohne die größte Herausforderung, mit der unsere Universität in der jüngsten Universitätsgeschichte konfrontiert ist. Gemeinsam, das ist meine feste Überzeugung, wird es uns gelingen, auch diese Herausforderung zu bewältigen. Dazu benötigen wir nicht nur Kraft, sondern vor allen Dingen auch Geduld. Haben Sie vielen Dank dafür!

Herzliche Grüße – und bleiben Sie gesund!

Ihr Gerd Strohmeier

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Hygienekonzept der TU Chemnitz mit Blick auf das Coronavirus (SARS-CoV-2) – Grundlage für den erweiterten Stand-by-Betrieb ab dem 4. Mai 2020

Ab dem 4. Mai 2020 tritt die TU Chemnitz, wie im Sechsten Offenen Brief des Rektors zum Coronavirus angekündigt, in den erweiterten Stand-by-Betrieb ein. Grundlage für diesen ist die strikte Befolgung des Hygienekonzeptes unserer Universität. Dieses ist im FAQ-Bereich abrufbar und wird an bzw. in allen Gebäuden der TU angebracht.
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Sechster Offener Brief des Rektors zum Coronavirus (SARS-CoV-2) vom 17. April 2020

Sehr geehrte Professorinnen und Professoren, Mitarbeitende und Studierende,

liebe Mitglieder und Angehörige der TU Chemnitz,

um die Mitglieder und Angehörigen unserer Universität sowie ihre Familien bestmöglich zu schützen und der Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) entgegenzuwirken, wurden die TU Chemnitz am 23. März 2020, 17:00 Uhr, in den vollständigen Stand-by-Betrieb versetzt und der Beginn von Präsenzveranstaltungen auf frühestens 4. Mai 2020 verschoben.

Nachdem deutschlandweit die Infektionsgeschwindigkeit abgenommen hat, haben die Bundeskanzlerin sowie die Regierungschefinnen und -chefs der Länder am 15. April 2020 vereinbart, „in kleinen Schritten daran [zu] arbeiten, das öffentliche Leben wieder zu beginnen, den Bürgerinnen und Bürgern wieder mehr Freizügigkeit zu ermöglichen und die gestörten Wertschöpfungsketten wiederherzustellen“ – unter dem Leitgedanken, „alle Menschen in Deutschland so gut wie möglich vor der Infektion schützen [zu] wollen“. Dazu wurden entsprechende Leitlinien vereinbart und hierbei z. B. auch von Unternehmen neben der Umsetzung eines Hygienekonzepts sowie besonderer Hygiene- und Schutzmaßnahmen eingefordert, „wo immer dies umsetzbar ist, Heimarbeit zu ermöglichen“. Mit Blick auf die Hochschullehre wurde vereinbart, dass „neben der Abnahme von Prüfungen auch Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern, unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder aufgenommen werden“ können. Zugleich wurde aber auch deutlich gemacht, dass vor einer entsprechenden Öffnung ein Vorlauf notwendig sei.

Im Rahmen dieses, zwischen den Ländern abgestimmten Vorgehens sowie gemäß dem o. g. Leitgedanken wird auch an der TU Chemnitz – an der es gegenwärtig erfreulicherweise keine mit dem Coronavirus Infizierten sowie auch keine Verdachtsfälle gibt – der aktuelle Stand-by-Betrieb ab dem 4. Mai 2020 schrittweise gelockert und sowohl unter Beachtung der Dringlichkeit als auch unter Einhaltung strenger Hygiene- und Schutzbestimmungen bis auf Weiteres in einen erweiterten Stand-by-Betrieb überführt, der eine moderate Erweiterung der Präsenz an unserer Universität zulässt und selbstverständlich nicht dem regulären Betrieb entspricht.

Im Rahmen dieses erweiterten Stand-by-Betriebs ist es ab dem 4. Mai 2020 unter Beachtung zum Teil spezieller Hygienekonzepte bzw. Hygiene- und Schutzbestimmungen möglich …

  • die Universitätsbibliothek ausschließlich zur Aus- und Fernleihe zu nutzen.
  • Labore, Reinräume, Werkstätten etc. ausschließlich zur Erledigung dringender und unaufschiebbarer Arbeiten in Lehre (v. a. Abschlussarbeiten) und Forschung zu nutzen.
  • einige wenige ausgewählte Lehrveranstaltungen, sofern nicht digital durchführbar und nach zentraler Priorisierung freigegeben, als Präsenzlehrveranstaltungen durchzuführen.
  • Prüfungen, Verteidigungen bzw. Kolloquien von Abschlussarbeiten, sofern nicht verschiebbar bzw. anderweitig durchführbar, im Rahmen von Präsenzveranstaltungen durchzuführen.

Bitte erkundigen Sie sich zu den konkreten Verfahren und Voraussetzungen (z. B. maximale Belegung von Laborräumen, für Präsenzlehrveranstaltungen nach zentraler Priorisierung freigegebene Lehrveranstaltungen) sowie spezifischen Hygiene- und Schutzmaßnahmen in unserem FAQ-Bereich (entsprechende Informationen sind in Kürze verfügbar). Weiterhin nicht möglich sind bis auf Weiteres die Durchführung von Präsenzveranstaltungen jeglicher Art (inkl. Gremiensitzungen) sowie jegliche Art von Publikumsverkehr (etwa im Zentrum für Sport und Gesundheitsförderung, in den vom Universitätsrechenzentrum betreuten Computer-Pools (Ausbildungspools), im Studentensekretariat, im Zentralen Prüfungsamt, in der Zentralen Studienberatung, im Internationalen Universitätszentrum, im Patentinformationszentrum sowie im Kreativzentrum).

Ich bitte die Leitungen der Fakultäten, Zentralen Einrichtungen und Dezernate, den Übergang vom Stand-by-Betrieb in den erweiterten Stand-by-Betrieb, ggf. in Abstimmung mit den zuständigen Prorektoren, sowie die Durchführung des erweiterten Stand-by-Betriebs unter den definierten Voraussetzungen in eigener Verantwortung her- und sicherzustellen und dafür die verbleibende Zeit bis zum 4. Mai 2020 als Vorlaufzeit zu nutzen.

Für die Beschäftigten der TU Chemnitz bedeutet dies, dass ab dem 4. Mai 2020 …

  • alle Beschäftigten der TU Chemnitz angewiesen sind, weiterhin soweit wie möglich von mobiler Arbeit Gebrauch zu machen. Damit sind auch alle Lehrenden, die Lehrveranstaltungen digital anbieten und weiterhin bzw. vollständig digital anbieten können, angehalten, dies entsprechend zu tun. Zugleich werden erneut alle Lehrenden gebeten, Lehrveranstaltungen, sofern möglich und noch nicht erfolgt, im Sommersemester 2020 digital anzubieten.
  • die Beschäftigten, die nicht oder nicht vollumfänglich weiterhin von mobiler Arbeit Gebrauch machen können, nur dann nach Rücksprache mit der bzw. dem Fachvorgesetzten – an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, sofern sie für den erweiterten Stand-by-Betrieb zwingend benötigt werden und der Infektionsschutz vollumfänglich gewährleistet ist. Dazu zählen das Vorhandensein von Desinfektionsmittelspendern an den Eingängen von Gebäuden, die Verfügbarkeit von (Alltags-)Masken bzw. Mund-Nase-Bedeckungen (deren Tragen u. a. von der Staatsregierung des Freistaats Sachsen ausdrücklich empfohlen wird) sowie ggf. weiterer Schutzkleidung (Schutzhandschuhe etc.). Die Beschäftigten sind zudem angehalten, die empfohlenen Hygienemaßnahmen strikt zu befolgen, in separaten Räumen (Einzelarbeitsplätze) zu arbeiten, den Kontakt zu anderen Beschäftigten auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren (bevorzugt per Telefon oder E-Mail zu kommunizieren) und ansonsten Mindestabstände einzuhalten.
  • Beschäftigte, die zur Risikogruppe (Definition entsprechend RKI) gehören, nach Rücksprache mit der oder dem jeweiligen Fachvorgesetzten, ermöglicht werden kann, weiterhin zu Hause zu bleiben, auch wenn sie nicht von mobiler Arbeit Gebrauch machen können. Sie müssen dafür weder Urlaub noch Ausgleich von Mehrarbeitsstunden oder unbezahlte Freistellung beantragen und behalten in diesem Fall grundsätzlich den Entgeltanspruch. Sie müssen jedoch, sofern sie nicht Urlaub etc. genommen haben oder krankgemeldet sind, per Telefon und/oder E-Mail erreichbar sein. Dasselbe gilt für Beschäftigte, die aus triftigen, mit der aktuellen Corona-Krise zusammenhängenden Gründen, etwa wegen zur Risikogruppe gehörender, im selben Haushalt lebender Familienmitglieder, nicht an den Arbeitsplatz zurückkehren wollen.

Studierende können sich im ständig aktualisierten Vorlesungsverzeichnis demnächst informieren, welche Präsenzlehrveranstaltungen ab dem 4. Mai 2020 angeboten werden. Sie sind angehalten, die Gebäude und Einrichtungen der TU Chemnitz nur zum Besuch der im Rahmen des erweiterten Stand-by-Betriebs ermöglichten Angebote zu betreten. Studierenden, die selbst der Risikogruppe angehören oder die wegen zur Risikogruppe gehörender, im selben Haushalt lebender Familienmitglieder nicht an Präsenzveranstaltungen teilnehmen wollen, wird empfohlen, ausschließlich Online-Angebote wahrzunehmen. Die bereits getroffenen und in den vorangegangenen Offenen Briefen kommunizierten Regelungen für Studierende zum Rücktritt von Prüfungen sowie zur Verlängerung von Fristen für die Abgabe von Haus- und Abschlussarbeiten gelten auch im erweiterten Stand-by-Betrieb unverändert fort.

Das Rektorat hat sich, nach erfolgter Abstimmung in der Landesrektorenkonferenz, darauf verständigt, das Sommersemester 2020 gemäß § 20 Abs. 5 SächsHSFG für alle Studierenden nicht auf die Regelstudienzeit anzurechnen. Über weitere Maßnahmen bezüglich des Wintersemesters 2020/2021 wird zu gegebener Zeit entschieden.

Der Krisenstab wird die weitere Entwicklung genauestens beobachten und, falls erforderlich, die getroffenen Maßnahmen umgehend anpassen bzw. ändern. Wie bereits in meinem letzten Offenen Brief bitte ich Sie, weiterhin die bereits mitgeteilten Maßnahmen, Informationen, Empfehlungen und Hinweise, insbesondere auch zum Verdacht oder zur bestätigten Diagnose einer Infektion mit dem Coronavirus sowie zur Rückkehr von Reisen aus Risikogebieten, zu beachten und sich regelmäßig im ständig aktualisierten FAQ-Bereich zu informieren. Zudem wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass auch bereits in der Vorlaufzeit zur Herstellung des erweiterten Stand-by-Betriebs der o. g. Infektionsschutz vollumfänglich gewährleistet sein muss und die empfohlenen Hygienemaßnahmen strikt zu befolgen sind. Eine größere Bestellung von (Alltags-)Masken bei einem regionalen Anbieter wurde auf den Weg gebracht. Die Verteilung an die entsprechenden Stellen erfolgt schnellstmöglich nach dem Eintreffen der Masken. Bis dahin ist auch das aktuell an der TU arbeitende Kernteam mit Personenkontakt angewiesen, zu Hause zu bleiben und nach Möglichkeit von mobiler Arbeit Gebrauch zu machen. Über das Eintreffen und die Verteilung der Masken werden die Leitungen der Fakultäten, Zentralen Einrichtungen und Dezernate umgehend informiert.

Mit dem erweiterten Stand-by-Betrieb wollen wir unter Berücksichtigung der jüngsten Entwicklungen und Entscheidungen zum einen weiterhin die Mitglieder und Angehörigen unserer Universität sowie ihre Familien bestmöglich schützen und zum anderen unser Universitätsleben, soweit zum aktuellen Zeitpunkt möglich und verantwortbar, aufrechterhalten. Ich danke Ihnen allen, auch im Namen der Mitglieder des Krisenstabs und des Rektorats, sehr herzlich für Ihr Verständnis mit Blick auf die eingeleiteten Maßnahmen und Ihre großartige und unermüdliche Unterstützung bei der Bewältigung der sich aus der Corona-Krise ergebenden Herausforderungen für unsere Universität!

Herzliche Grüße – und bleiben Sie gesund!

Ihr Gerd Strohmeier

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Meldung zur Pressemitteilung der Kultusministerkonferenz vom 3. April 2020

Am 3. April 2020 hat die Kultusministerkonferenz (KMK) eine Pressemitteilung herausgegeben, die zum Teil falsch in den ̳ wiedergegeben wurde. So wurde berichtet, dass das Sommersemester 2020 deutschlandweit am 20. April 2020 beginne. Dies ist nicht richtig. Die Eckpunkte, auf die sich die KMK bezüglich des Sommersemesters 2020 verständigt hat, stehen im Einklang mit dem bereits in der Landesrektorenkonferenz Sachsen abgestimmten Vorgehen:

  • Ziel der Durchführung eines möglichst erfolgreichen Sommersemesters 2020 in verantwortbarer Weise
  • Beginn des Sommersemesters 2020 am 1. April 2020
  • Beginn der Präsenzveranstaltungen frühestens am 4. Mai 2020
  • möglichst frühzeitiges Angebot von alternativen Lehrformaten (digitalen Lehrveranstaltungen)

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Fünfter Offener Brief des Rektors zum Coronavirus (SARS-CoV-2) vom 1. April 2020 anlässlich des Starts des Sommersemesters 2020

Sehr geehrte Professorinnen und Professoren, Mitarbeitende und Studierende,

liebe Mitglieder und Angehörige der TU Chemnitz,

es ist zweifelsohne ungewöhnlich, ein Semester auf diese Weise zu starten – mit einem Offenen Brief, aber ohne öffentlich zugängliche Einrichtungen unserer Universität. Zum einen macht dies den Ausnahmezustand deutlich, in dem wir uns gegenwärtig befinden. Zum anderen wird dadurch aber auch unmissverständlich klar, dass wir trotz der aktuellen Lage und der damit verbundenen äußerst schwierigen Rahmenbedingungen bestrebt sind, das Beste aus der Situation zu machen und unser Universitätsleben, soweit möglich und verantwortbar, aufrechtzuerhalten. Dafür steht der Beginn zahlreicher digitaler Lehrveranstaltungen ebenso wie die Ermöglichung von Videokonferenzen für unsere Gremien. Darüber hinaus verfolgen wir das Ziel, den negativen Folgen der Ausgangsbeschränkungen sowie des Stand-by-Betriebs der TU Chemnitz mit geeigneten Maßnahmen entgegenzuwirken. So richten wir u. a. aktuell in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stephan Mühlig und der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz (PHA-TUC GmbH) eine  Psychologische Beratungs-Hotline zur Corona-Krise an der TU Chemnitz ein. Im Folgenden möchte ich Sie über diese und einige andere Punkte informieren.

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Beginn digitaler Lehrveranstaltungen

Zwar ist aufgrund der ergriffenen präventiven Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2), wie bereits angekündigt, ein Semesterstart mit gleichzeitigem Beginn von Präsenzlehrveranstaltungen nicht möglich, doch war und ist es unser klares Ziel, bereits zum Semesterstart möglichst viele alternative Lehr- und Lernformate anzubieten – d. h. die klassischen Lehrveranstaltungen, soweit möglich und sinnvoll, in digitale Lehrveranstaltungen zu transformieren.

Dank des unglaublich großen Engagements unzähliger Beschäftigter unserer Universität kann der Vorlesungsbetrieb im Sommersemester 2020 an der TU Chemnitz ab dem 6. April an allen acht Fakultäten sowie dem Zentrum für Lehrerbildung mit aktuell weit über 700 digitalen Lehrveranstaltungen beginnen. Bitte beachten Sie, dass die Liste der angebotenen digitalen Lehrveranstaltungen laufend aktualisiert und um weitere Angebote ergänzt wird.

Um den direkten Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden – ähnlich wie in Präsenzveranstaltungen – zu ermöglichen, hat das Universitätsrechenzentrum in den letzten Wochen intensiv an der Installation eines Server-Clusters für das Videokonferenzsystem BigBlueButton gearbeitet. Eine erste Ausbaustufe dieses Videokonferenzsystems ist bereits nutzbar und wird sukzessive ausgebaut, um genügend Kapazität vorzuhalten. Damit besteht nun die Möglichkeit, virtuelle Konferenzräume individuell anzulegen und mit Passwortschutz zu versehen, um Lehrveranstaltungen, mündliche Prüfungen, Arbeitsgruppenbesprechungen etc. problemlos per Videokonferenz zu realisieren. Zur Benutzung des Videokonferenzsystems BigBlueButton werden diese und kommende Woche virtuelle Schulungen angeboten.

Um die Lehrenden bei didaktischen, konzeptionellen oder technischen Fragen optimal zu unterstützen, wurde eine Reihe von Angeboten aufgebaut, die auf den TU-Webseiten im Bereich Lehre zusammengefasst sind. Ferner enthalten die FAQ-Seiten der TU Chemnitz zum Coronavirus einen eigenen FAQ-Bereich für Lehrende und einen FAQ-Bereich für Studierende mit jeweils weiterführenden Informationen zur digitalen Lehre bzw. Studienorganisation an der TU Chemnitz.

Die Beratungsangebote für Studierende laufen selbstverständlich telefonisch weiter. Speziell für internationale Studierende organisiert das IUZ in Kooperation mit der Professur Deutsch als Fremd- und Zweitsprache virtuelle Sprach-Cafés, in denen die Studierenden in ungezwungener Atmosphäre deutsch sprechen und ihre Kenntnisse der deutschen Sprache verbessern bzw. weiterentwickeln können.

Ich danke allen Lehrenden sehr herzlich dafür, dass sie in sehr kurzer Zeit trotz äußerst schwieriger Umstände einen virtuellen Start des Lehrbetriebs im Sommersemester 2020 ermöglicht haben. Ebenso herzlich danke ich allen, die dies im Hintergrund unterstützt haben – insbesondere dem Universitätsrechenzentrum, dem Zentralen Prüfungsamt, dem Studentensekretariat sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von TU4U, Lehrpraxis im Transferplus und der Digitalen Hochschulbildung.

Möglichkeit von Videokonferenzen für TU-Gremien

Aufgrund der im Stand-by-Betrieb fehlenden Möglichkeit, Gremiensitzungen durchzuführen und Beschlüsse auf herkömmlichem Weg herbeizuführen, haben wir uns ebenso wie die Landesrektorenkonferenz (LRK) an das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) gewandt, um rechtlich abgesicherte Möglichkeiten der Durchführung und Beschlussfassung von Hochschulgremien im aktuellen Stand-by-Betrieb, insbesondere die Möglichkeit von Videokonferenzen, zu prüfen.

Das SMWK hat hierzu festgestellt, dass sich aus der Formulierung gemäß § 54 Absatz 1 Satz 1 SächsHSFG („Organe sind beschlussfähig, wenn die Sitzung ordnungsgemäß einberufen wurde und mehr als die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist.“) nicht zwangsläufig ergibt, „dass die Mitglieder körperlich anwesend sein müssen“. Vor dem Hintergrund hält das Ministerium, sofern die bestehenden (hinlänglich bekannten und im Normalbetrieb praktizierten) gesetzlichen Möglichkeiten nicht zielführend sind, angesichts der aktuellen Situation die Durchführung von Videokonferenzen mittels sicherer und datenschutzgerechter Übertragung für rechtlich vertretbar, „solange auf der Grundlage des lnfektionsschutzgesetzes das Verlassen der häuslichen Unterkunft und Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen untersagt sind“.

Dabei weist das SMWK ausdrücklich darauf hin, dass…

  • Sitzungen per Videokonferenz „nur auf die absolut wichtigen Punkte“ sowie eben jene Fälle, „in denen Umlaufverfahren oder verkleinerte Mitgliederzahlen durch eine erneute Einberufung nicht zum Erfolg führen“, beschränkt werden sollten.
  • bei Sitzungen per Videokonferenz möglichst eine Situation herzustellen ist, „die einer persönlichen Sitzung gleicht“. Dies bedeute, dass alle Beteiligten sich sehen können sowie dafür sorgen und versichern, dass keine unberechtigten Teilnehmerinnen und Teilnehmer anwesend sind. Zudem sei die Sitzung sorgfältig zu protokollieren.
  • auch bei Videokonferenzen ein etwaiges Erfordernis der Öffentlichkeit beachtet wird (da gemäß § 56 SächsHSFG der Senat und der Erweiterte Senat hochschulöffentlich sowie die Fakultätsräte fakultätsöffentlich tagen). Dabei könne entweder mit technischer Unterstützung die jeweilige Öffentlichkeit hergestellt oder gemäß § 56 Absatz 1 Satz 2 SächsHSFG die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden – wozu eine Güterabwägung notwendig sei: „zwischen dem gewichtigen Interesse, die Meinungsbildung transparent und offen zu lassen“, sowie „den gewichtigen Interessen, die für einen Ausschluss sprechen“, wobei Gründe des Gesundheitsschutzes berücksichtigt werden können.

Selbstverständlich ist auch bei Videokonferenzen auf die gesetzlichen Anforderungen, wie z. B. Mehrheitserfordernisse bei Beschlüssen in Angelegenheiten der Studienorganisation (vgl. § 88 Absatz 5 SächsHSFG), zu achten.

Auch für Gremiensitzungen der TU Chemnitz ist das bereits genannte, vom Universitätsrechenzentrum zur Verfügung gestellte Videokonferenzsystem nutzbar. Es erfüllt grundsätzlich die oben aufgeführten Anforderungen und ermöglicht über die Vergabe von Passwörtern auch eine Organisation von Videokonferenzen für spezifische Öffentlichkeiten bzw. Teilöffentlichkeiten.

Detaillierte Informationen zur Durchführung von Videokonferenzen von TU-Gremien erhalten Sie in Kürze im FAQ-Bereich.

Einrichtung einer Psychologischen Beratungs-Hotline zur Corona-Krise an der TU Chemnitz

Das Rektorat unterstützt die Einrichtung einer Psychologischen Beratungs-Hotline zur Corona-Krise an der TU Chemnitz in Kooperation mit Prof. Dr. Stephan Mühlig und der PHA-TUC. Dabei handelt es sich konkret um eine ganztägig mit hoch qualifizierten Psychotherapeutinnen besetzte Telefon-Hotline für Menschen mit Gesprächs- bzw. Hilfebedarf zur Corona-Krise.

Über die Hotline können Betroffene am Telefon beraten und behandlungsbedürftige Personen identifiziert, von der PHA-TUC als Patientinnen und Patienten aufgenommen sowie psychotherapeutisch versorgt werden. Da für die Psychotherapeutische Sprechstunde eine aktuelle Ausnahmegenehmigung besteht, kann dies in Form einer Video-Chat-Therapie über gesondert gesicherte Leitungen erfolgen. Folglich haben Betroffene derzeit die Wahl, persönlich vorstellig zu werden oder Online-Therapie in Anspruch zu nehmen.

Sobald die Beratungs-Hotline in Betrieb genommen worden ist, werden Sie gesondert per ̳-Meldung sowie im Rahmen unserer FAQ-Seiten zum Coronavirus darüber informiert.

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Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass mittlerweile Desinfektionsmittel an der TU Chemnitz verfügbar ist – zum Teil auch aus „Eigenproduktion“ unseres Instituts für Chemie, wofür wir die Erlaubnis des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt eingeholt haben. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei unserem Institut für Chemie und speziell den Beteiligten bedanken. Das Desinfektionsmittel bzw. die Desinfektionsmittelspender werden nun schrittweise in den verschiedenen Gebäuden (vornehmlich an den Gebäudeeingängen) platziert und damit für das in den Räumen der TU Chemnitz weiterhin aktive Kernteam zur Verfügung gestellt.

Außerdem möchte ich Sie darüber informieren, dass es an der TU Chemnitz, wie bereits bekanntgegeben, einen positiv auf das Coronavirus getesteten Studenten und aktuell 32 uns bekannte Verdachtsfälle gibt. Damit hat sich glücklicherweise die Zahl der Infizierten nicht erhöht und die Zahl der Verdachtsfälle sogar etwas verringert.

Ich bitte Sie, weiterhin die in den vorangegangenen Offenen Briefen zum Coronavirus enthaltenen Maßnahmen, Informationen und Empfehlungen zu beachten und sich regelmäßig im ständig aktualisierten FAQ-Bereich zu informieren.

Selbstverständlich ersetzen die oben aufgezeigten Maßnahmen keinen „normalen“ Semesterstart, sie ermöglichen allerdings einen unter den gegebenen Umständen bestmöglichen Semesterstart – dank des großartigen Engagements der TUC-Familie.

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit diesen und weiteren Maßnahmen die mit der Corona-Krise verbundenen Herausforderungen gemeinsam bestmöglich meistern werden. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten „virtuellen Start“ in das Sommersemester 2020.

Herzliche Grüße – und bleiben Sie gesund!

Ihr Gerd Strohmeier

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Vierter Offener Brief des Rektors zum Coronavirus (SARS-CoV-2) vom 20. März 2020

Sehr geehrte Professorinnen und Professoren, Mitarbeitende und Studierende,

liebe Mitglieder und Angehörige der TU Chemnitz,

leider muss ich Ihnen mitteilen, dass mittlerweile ein Student der TU Chemnitz aus der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften positiv auf das Corona-Virus getestet worden ist. Der Infizierte gehörte einer Reisegruppe von insgesamt 32 Studierenden und Beschäftigten an, die nach einer Auslandsexkursion nach Chemnitz zurückgekehrt ist und deren Mitglieder sich nun in häuslicher Isolation befinden. Damit existieren aktuell 35 uns bekannte Verdachtsfälle unter den Mitgliedern und Angehörigen der TU Chemnitz.

Nachdem die Fakultäten, Zentralen Einrichtungen sowie die Zentrale Universitätsverwaltung ihre Erfordernisse für den unbedingt notwendigen Minimalbetrieb mittlerweile definiert und an den Krisenstab weitergeleitet haben, hat sich dieser zusammen mit dem Rektorat darauf verständigt, die TU Chemnitz ab Montag, den 23. März 2020, 17:00 Uhr, bis auf Weiteres in den vollständigen Stand-by-Betrieb zu überführen.

Das bedeutet, dass …

  • alle Gebäude und Einrichtungen der TU Chemnitz ab diesem Zeitpunkt geschlossen sein werden und kein Publikumsverkehr sowie auch keine Gremiensitzungen oder Prüfungen vor Ort mehr stattfinden können.
  • die TU Chemnitz auf einen unbedingt notwendigen Minimalbetrieb umgestellt wird, wozu ausschließlich die absolut notwendige technische und administrative Grundversorgung zählt.
  • nur ein Kernteam, das zur Aufrechterhaltung des Stand-by-Betriebs vor Ort notwendig ist, an der TU Chemnitz arbeitet. Die jeweiligen Beschäftigten werden durch das Rektorat sowie die Leitungen der Fakultäten, Zentralen Einrichtungen und Dezernate in Abstimmung mit den jeweiligen Fachvorgesetzten – unter Beachtung sozialer Gesichtspunkte – konkret benannt und informiert. Sie sind angehalten, die empfohlenen Hygienebedingungen (Update: 3. Juni 2020) strikt zu befolgen, in separaten Räumen (Einzelarbeitsplätze) zu arbeiten, den Kontakt zu anderen Beschäftigten auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren (bevorzugt per Telefon oder E-Mail kommunizieren) und ansonsten Mindestabstände einzuhalten.
  • alle anderen Beschäftigten, die zur Aufrechterhaltung des Stand-by-Betriebs nicht notwendig sind, angewiesen sind, nicht mehr am Arbeitsplatz zu erscheinen und die Gebäude der TU Chemnitz zu betreten. Sie müssen dafür weder Urlaub noch Antrag zum Ausgleich von Mehrarbeitsstunden oder unbezahlte Freistellung beantragen und behalten in diesem Fall grundsätzlich den Entgeltanspruch. Sie müssen jedoch, sofern sie nicht Urlaub etc. genommen haben oder krankgemeldet sind, per Telefon und/oder Mail erreichbar sein, von mobiler Arbeit Gebrauch machen, sofern dies möglich und sinnvoll erscheint, und sich grundsätzlich für eine Tätigkeit vor Ort bereithalten. Die Festlegung der Aufgaben obliegt unter Beachtung der zuvor beschriebenen Einschränkungen weiterhin den jeweiligen Fachvorgesetzten.

Ich bitte die Leitungen der Fakultäten, Zentralen Einrichtungen und Dezernate, den oben beschriebenen Stand-by-Betrieb in eigener Verantwortung her- und sicherzustellen und dabei die Kommunikation sowohl zur Universitätsleitung als auch zu den Beschäftigten vor Ort sowie, falls möglich bzw. erforderlich, den Beschäftigten zu Hause zu gewährleisten.

Über die administrative Grundversorgung seitens der Zentralen Universitätsverwaltung (ZUV) – sowohl für Beschäftigte als auch für Studierende – sowie zu allen weiteren aktuellen Fragen wird im ständig aktualisierten FAQ-Bereich informiert.

Natürlich bemühen wir uns weiterhin, Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein erfolgreiches Studium auch im angehenden Sommersemester ermöglichen. Wie im letzten Offenen Brief mitgeteilt, sind Fristen für den Rücktritt von Prüfungen aufgehoben und für die Abgabe von Haus- und Abschlussarbeiten verlängert worden. Zusätzlich wurden die Prüfungsausschussvorsitzenden gebeten, alternative Prüfungsleistungen wohlwollend zu prüfen. Ferner wurde diesen durch das Rektorat die Möglichkeit eröffnet, mündliche Prüfungen und Verteidigungen bzw. Kolloquien von Abschlussarbeiten per Videokonferenz zu gestatten. Weitere Informationen hierzu sowie zur Umstellung auf digitalisierte Lehre mit Anleitungen, Empfehlungen und auch Schulungen erhalten Sie im FAQ-Bereich. Dort finden Sie in Kürze auch eine Liste mit Lehrveranstaltungen, die bereits im April online angeboten werden.

Ich bitte alle Beschäftigten und Studierenden, sich auch während des vollständigen Stand-by-Betriebs regelmäßig über die Homepage der TU Chemnitz sowie Ihre TU-Mail-Adresse zu informieren. Ferner bitte ich darum, die in den vorangegangenen Offenen Briefen gegebenen Hinweise zum Verdacht oder zur bestätigten Diagnose einer Infektion mit dem Coronavirus sowie zur Rückkehr von Reisen aus Risikogebieten zwingend zu beachten.

Ich danke Ihnen allen sehr herzlich für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis für die eingeleiteten Maßnahmen – die die Mitglieder und Angehörigen unserer Universität sowie Ihre Familien bestmöglich schützen und der Ausbreitung des Coronaviruses entgegenwirken sollen.

Ich wünsche Ihnen, auch im Namen des Rektorats und des Krisenstabs, von Herzen, dass Sie und Ihre Familien gesund bleiben und diese für uns alle äußerst schwierige Situation gut überstehen.

Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen

Ihr Gerd Strohmeier

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Dritter Offener Brief des Rektors zum Coronavirus (SARS-CoV-2) vom 17. März 2020

Sehr geehrte Professorinnen und Professoren, Mitarbeitende und Studierende,

liebe Mitglieder und Angehörige der TU Chemnitz,

die Landesrektorenkonferenz hat sich gestern zusammen mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus im Rahmen einer Telefonkonferenz bezüglich des Umgangs mit der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) und der dadurch ausgelösten Infektionserkrankung („Corona virus induced disease“, COVID-19) ausgetauscht. Im Ergebnis der Diskussion wurden, wie mittlerweile auch in einer Pressemitteilung der Landesrektorenkonferenz bekanntgegeben, ein gemeinsames Vorgehen sowie entsprechende Maßnahmen abgestimmt.

Der an der TU Chemnitz zwischenzeitlich eingerichtete Krisenstab, in dem neben Mitgliedern des Rektorats u. a. auch Mitglieder des Personalrats sowie des Student_innenrats (StuRa) vertreten sind, hat sich gestern intensiv mit der Umsetzung der von der Landesrektorenkonferenz beschlossenen sowie darüber hinaus erforderlichen Maßnahmen beschäftigt.

In der Abstimmung der Landesrektorenkonferenz wurde vereinbart, zunächst darauf hinzuwirken, „ein möglichst erfolgreiches Sommersemester 2020 in verantwortbarer Weise durchzuführen“. Dieses beginnt am 1. April 2020, jedoch wird der Beginn von Präsenzveranstaltungen auf frühestens 4. Mai 2020 verschoben. Zugleich sollen möglichst früh Lehrformate angeboten werden, bei denen die Präsenz von Lehrenden und Studierenden nicht notwendig ist. Entsprechende Lösungen für alternative Lehr- und Lernangebote werden aktuell geprüft.

Darüber hinaus wurde vereinbart, dass die Hochschulen in den „Stand-by-Betrieb“ gehen und dabei die ordnungsgemäße Verwaltung, die jeweiligen technischen Einrichtungen sowie Labore so sichern, „dass ihre Leistungsfähigkeit erhalten und wissenschaftliche Ergebnisse möglichst nicht gefährdet werden“. Das bedeutet, dass der Betrieb an der TU Chemnitz auf den unbedingt notwendigen Minimalbetrieb heruntergefahren wird und nur noch ein Kernteam an der TU Chemnitz tätig sein wird.

Gemäß der Abstimmung in der Landesrektorenkonferenz werden die Einrichtungen für Veranstaltungen sowie Besucherinnen und Besucher sowie die Lesesäle der Bibliotheken bis auf Weiteres geschlossen. An der TU Chemnitz wurden darüber hinaus bereits die gesamte Universitätsbibliothek, das Zentrum für Sport und Gesundheitsförderung (ZfSG), die vom Universitätsrechenzentrum (URZ) betreuten Computer-Pools (Ausbildungspools), das Studentensekretariat, das Zentrale Prüfungsamt, die Zentrale Studienberatung, das Internationale Universitätszentrum, das Patentinformationszentrum sowie das Kreativzentrum für den Publikumsverkehr geschlossen.

Um die TU Chemnitz gezielt und schnell auf den unbedingt notwendigen Minimalbetrieb herunterzufahren, werden aktuell in enger Abstimmung mit den verschiedenen Bereichen unserer Universität konkrete Maßnahmen definiert und die notwendigen Voraussetzungen geschaffen. Beschäftigte, die zur Vorbereitung bzw. Aufrechterhaltung des „Stand-by-Betriebs“ nicht notwendig sind, sind angehalten, nach Rücksprache mit ihrem/ihrer Fachvorgesetzten ab sofort sowie bis auf Weiteres nicht mehr am Arbeitsplatz zu erscheinen – sie müssen dafür weder Urlaub noch Antrag zum Ausgleich von Mehrarbeitsstunden oder unbezahlte Freistellung beantragen und behalten in diesem Fall grundsätzlich den Entgeltanspruch. Alle anderen Beschäftigten sollten die empfohlenen Hygienebedingungen (Update: 3. Juni 2020) strikt befolgen, in separaten Räumen (Einzelarbeitsplätze) arbeiten, den Kontakt zu anderen Beschäftigten sowie den Publikumsverkehr auf ein notwendiges Minimum reduzieren (bevorzugt per Telefon oder E-Mail kommunizieren) und ansonsten Mindestabstände einhalten.

Aktuell anstehende Prüfungen sollten, soweit möglich, verschoben werden. Ist dies nicht machbar, sind die empfohlenen Hygienebedingungen (Update: 3. Juni 2020) strikt einzuhalten. Prüfende werden gebeten, in Anbetracht der Situation kulante Regelungen zu treffen, in Einzelfallentscheidungen das Zentrale Prüfungsamt zu informieren und die Teilnehmenden angesetzter Prüfungen verlässlich über Terminverschiebungen in Kenntnis zu setzen sowie für Rückfragen erreichbar zu sein. Für Studierende ist der Rücktritt von Prüfungen ab sofort sowie bis zur Wiederaufnahme des regulären Lehrbetriebs fristlos und ohne Angabe von Gründen möglich. Darüber hinaus wurden die Fristen für die Abgabe von Haus- und Abschlussarbeiten um den Zeitraum von der Absage der Lehrveranstaltungen am 11. März 2020 bis eine Woche nach Wiederaufnahme des regulären Lehrbetriebs verlängert.

Weitere Informationen für Beschäftigte und Studierende finden Sie in dem fortwährend aktualisierten FAQ-Bereich des Büros für Arbeitssicherheit und Umweltschutz (BfAU).

Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass sich an der Situation an der TU Chemnitz zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts verändert hat. Auch bei diesen Maßnahmen handelt es sich ausschließlich um präventive, aber dringend notwendige Schritte zur Verzögerung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2).

Selbstverständlich werden Sie unverzüglich über Neuerungen und weitere Entwicklungen auf der Homepage der TU Chemnitz informiert.

Ich hoffe, Sie haben Verständnis für die eingeleiteten Maßnahmen, und danke Ihnen sehr herzlich für Ihre Mithilfe!

Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus und die dadurch ausgelöste Infektionserkrankung stellt uns vor eine Situation, die wir in dieser Form noch nicht erlebt haben, die kaum mit anderen Herausforderungen vergleichbar ist und die natürlich alle mit großer Sorge erfüllt. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass wir dieser Situation bestmöglich begegnen, wenn wir ihr weder panisch noch leichtfertig, sondern angemessen entgegentreten, die o. a. Maßnahmen konsequent umsetzen und das tun, was die TUCfamilie in schwierigen Zeiten und bei besonderen Herausforderungen immer getan hat – zusammenhalten.

Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen

Ihr Gerd Strohmeier

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Aktuelle Präventivmaßnahme mit Blick auf das Coronavirus (SARS-CoV-2) vom 13. März 2020

Sehr geehrte Professorinnen und Professoren, Mitarbeitende und Studierende,

liebe Mitglieder und Angehörige der TU Chemnitz,

nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Chemnitz werden mit sofortiger Wirkung die folgenden Bereiche der TU Chemnitz bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen:

Ich möchte betonen, dass es sich auch hierbei ausschließlich um eine präventive Maßnahme handelt.

Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen

Ihr Gerd Strohmeier

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Zweiter Offener Brief des Rektors zum Coronavirus (SARS-CoV-2) vom 11. März 2020

Sehr geehrte Professorinnen und Professoren, Mitarbeitende und Studierende,

liebe Mitglieder und Angehörige der TU Chemnitz,

heute Nachmittag fand eine Beratung mit Vertreterinnen und Vertretern des Gesundheitsamts Chemnitz statt. Im Ergebnis wird für die gesamte Universität empfohlen, kurzfristig von mobiler Arbeit Gebrauch zu machen, sofern dies möglich ist bzw. dadurch die Kernprozesse nicht beeinträchtigt werden. Die vorübergehende Ermöglichung mobiler Arbeit erfolgt – ohne gesonderte Antragstellung – nach Abstimmung mit dem jeweiligen bzw. der jeweiligen Fachvorgesetzten.

Lehrveranstaltungen werden bis auf Weiteres abgesagt. Beratungen, Gremiensitzungen etc. sollten auf eine zwingende Notwendigkeit geprüft werden.

Der Vorlesungsbetrieb wird nach aktueller Einschätzung der Situation nicht zum 6. April 2020 beginnen können. Nähere Informationen hierzu werden noch bekanntgegeben.

Veranstaltungen mit einer Beteiligung von mehr als 1.000 Personen sind gemäß Erlass des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt ab 12. März 2020, 8 Uhr, bis auf unbestimmte Zeit untersagt. Für alle anderen Veranstaltungen ist genau zu prüfen, ob diese stattfinden müssen. Im Übrigen gilt nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Chemnitz bis auf Weiteres das bereits mitgeteilte Procedere.

Sollten Sie von Reisen in Risikogebiete zurückkehren, bitte ich Sie, den Kontakt zu anderen Personen zu vermeiden, nicht in den Dienst zu kommen und zunächst telefonisch eine Ärztin bzw. einen Arzt zu kontaktieren und sich beraten zu lassen. Zugleich bitte ich Sie, telefonisch mit dem Dezernat Personal (Tel. 0371/531-12200) in Kontakt zu treten und erst nach Ausschluss einer Infektion in den Dienst zu kommen. Es wird in diesem Fall geprüft, inwieweit mobiles Arbeiten von zu Hause aus ermöglicht werden kann.

Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass sich an der Situation in der Stadt Chemnitz und an der TU Chemnitz zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts verändert hat. Es handelt sich ausschließlich um präventive Maßnahmen.

Selbstverständlich werden Sie unverzüglich über Neuerungen und weitere Entwicklungen informiert.

Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen

Ihr Gerd Strohmeier

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Weitere Meldungen zum Thema:

(10.03.2020, 16:20 Uhr). Mittlerweile gibt es drei bestätigte Infektionsfälle mit dem Coronavirus in Chemnitz. Laut Aussage des Pressesprechers der Stadt Chemnitz ist eine Weitergabe des Virus unwahrscheinlich, da die Betroffenen direkt nach ihrer Rückkehr in Quarantäne kamen.

Darüber hinaus wird aktuell ein Mitarbeiter aus der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften auf die Infektion mit dem Coronavirus getestet. Er wird sich auf jeden Fall, bis das Testergebnis vorliegt, zuhause aufhalten (keine Quarantäne). Zur Prävention wird in diesem Bereich als außerordentliche Maßnahme bis einschließlich 11. März 2020 mobile Arbeit praktiziert.

Über weitere Erkenntnisse werden wir Sie unverzüglich informieren. (10.03.2020, 16:20 Uhr)

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Erster Offener Brief des Rektors zum Coronavirus (SARS-CoV-2) vom 9. März 2020

Sehr geehrte Professorinnen und Professoren, Mitarbeitende und Studierende,

liebe Mitglieder und Angehörige der TU Chemnitz,

das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) und die dadurch ausgelöste Infektionserkrankung („Corona virus induced disease“, COVID-19) breiten sich weltweit weiter aus. Mittlerweile gibt es auch bestätigte Coronavirus-Infektionsfälle in Sachsen.

Dies führt natürlich zu Verunsicherung und Sorge. Dabei ist es wichtig, die Situation ernst zu nehmen, zugleich aber angemessen einzuschätzen und besonnen zu reagieren. Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland nach wie vor als mäßig ein, weist aber auch darauf hin, dass sich diese Einschätzung kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern kann.

In Chemnitz sowie an der TU Chemnitz ist bisher kein bestätigter Coronavirus-Infektionsfall bekannt. Deshalb ist auch der Universitätsbetrieb an der TU Chemnitz nicht eingeschränkt.

Für die Durchführung von Veranstaltungen hat das Gesundheitsamt der Stadt Chemnitz eine Checkliste zur Beurteilung und Entscheidung entwickelt. Die Checkliste steht zum Download auf der Internetpräsenz des Büros für Arbeitssicherheit und Umweltschutz (BfAU) der TU Chemnitz zur Verfügung. Sowohl interne als auch externe Veranstalter und Veranstalterinnen sind angehalten, Veranstaltungen an der TU Chemnitz, egal welcher Größenordnung, anzuzeigen und die ausgefüllte Checkliste rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn an das Dezernat Bauwesen und Technik (E-Mail: vermietung@verwaltung.tu-chemnitz.de) zu senden, das diese an das Gesundheitsamt der Stadt Chemnitz weiterleitet. Nach entsprechender Prüfung wird das Gesundheitsamt dem Dezernat Bauwesen und Technik eine Entscheidung oder Empfehlung zur Durchführung oder Absage der Veranstaltung mitteilen, die dann – ggf. nach notwendiger interner Entscheidung – an die jeweiligen Veranstalter und Veranstalterinnen entsprechend kommuniziert wird. Bereits in Planung befindliche Lehrveranstaltungen für das anstehende Sommersemester sind von dieser Regelung ausgenommen. Diese müssen nach aktuellem Stand nicht über die Checkliste zur Anzeige gebracht werden.

Falls sich die aktuelle Situation (Risikobewertung etc.) in Chemnitz bzw. an der TU Chemnitz ändern sollte, wird die TU Chemnitz in Abstimmung mit der Stadt Chemnitz, insbesondere dem Gesundheitsamt der Stadt Chemnitz, unverzüglich sowie angemessen reagieren und Sie entsprechend informieren.

Unabhängig davon möchte ich Sie bitten, sich ständig über die existierenden Informationsquellen auf dem Laufenden zu halten und sich auf diese Weise privat wie beruflich bestmöglich auf die aktuelle Situation einzustellen und sich entsprechend zu schützen. Ständig aktualisierte Informationen zum Coronavirus und zu dessen Übertragung, zur aktuellen Ausbreitung, zu Schutzmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen, zum Vorgehen beim Verdacht auf Infizierung bzw. Erkrankung mit dem Coronavirus oder bei der Rückkehr aus Regionen, in denen der Virus übertragen wurde, sowie Reisehinweise erhalten Sie u. a. auf den Webseiten des Robert Koch-Instituts, des Bundesgesundheitsministeriums, des Auswärtigen Amts, des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, des Gesundheitsamts der Stadt Chemnitz sowie durch die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App NINA.  

Aktuelle Informationen finden Sie auch auf der eigens zum Thema eingerichteten Webseite des Büros für Arbeitssicherheit und Umweltschutz (BfAU) der TU Chemnitz.

Im Zuge der Vorsorgemaßnahmen werden an der TU Chemnitz schrittweise in allen Gebäuden Desinfektionsmittelspender angebracht. Leider sind auch wir von den bestehenden flächendeckenden Lieferengpässen betroffen. Ich bitte Sie, sämtliche von den o. g. Stellen empfohlene Schutzmaßnahmen konsequent zu beachten. Das Robert Koch-Institut rät aktuell dazu, auf eine gute Händehygiene zu achten, die Hust- und Niesregeln einzuhalten, zu Erkrankten mindestens ein bis zwei Meter Abstand zu halten sowie auf das Händeschütteln zu verzichten. Ferner sollten an einer Atemwegserkrankung leidende Menschen, gemäß den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts, möglichst zu Hause bleiben.

Von Reisen in Risikogebiete ist nachdrücklich abzuraten. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass die Genehmigung einer Dienstreise nur erfolgen darf, soweit aktuelle Reisewarnungen dieser nicht entgegenstehen. Bitte beachten Sie hierzu die entsprechenden Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts. Bei Bedenken hinsichtlich der Durchführung von bereits genehmigten Dienstreisen sollte in Abstimmung mit dem/der Fachvorgesetzten bzw. dem/der Anordnungsbefugten eine Abwägung erfolgen, ob daran festgehalten werden soll. Wird im Einzelfall entschieden, von einer bereits genehmigten Dienstreise zurückzutreten, können nicht mehr stornierbare Reisedienstleistungen im Rahmen der üblichen Reisekostenabrechnung geltend gemacht werden. Soweit Messen, Tagungen etc. vom Veranstaltenden abgesagt werden, können auch hier die Kosten von nicht mehr stornierbaren Reisedienstleistungen im Rahmen der Reisekostenabrechnung geltend gemacht werden.

Bitte bleiben Sie bei grippeähnlichen Symptomen zu Hause und kontaktieren Sie sofort einen Arzt bzw. eine Ärztin. Wenn Sie in den letzten 14 Tagen in den als Risikogebiete eingestuften Regionen mit Coronavirus-Erkrankungsfällen eingereist sind oder mit einer am Coronavirus erkrankten Person persönlichen Kontakt hatten, melden Sie sich bitte umgehend telefonisch im Gesundheitsamt der Stadt Chemnitz (Tel. 0371 488-5302; 06:00 bis 22:00 Uhr), auch wenn keine Krankheitssymptome vorliegen. Bis dahin sollten Sie zu Hause bleiben und unnötige Kontakte zu anderen Personen vermeiden. Beachten Sie hierzu bitte auch die weiteren Hinweise des Gesundheitsamtes.

In den o. g. Fällen des Verdachts einer Infektion mit dem Coronavirus sowie natürlich auch im Fall einer bestätigten Diagnose einer entsprechenden Infektion bitte ich auch darum, unverzüglich die Universitätsleitung der TU Chemnitz zu informieren. Als zentrale Ansprechpartnerin fungiert hierbei Frau Diana Schreiterer (Tel. 0371 531-35267, E-Mail: diana.schreiterer@verwaltung.tu-chemnitz.de).

Darüber hinaus steht Ihnen als Ansprechpartnerin im Büro für Arbeitssicherheit und Umweltschutz der TU Chemnitz Frau Monique Kautz (Tel. 0371 531-34254, E-Mail: monique.kautz@verwaltung.tu-chemnitz.de) gern zur Verfügung.

Ich danke Ihnen sehr, dass Sie die Situation ernst nehmen, die o. g. Hinweise beachten und damit dazu beitragen, dass die TU Chemnitz verantwortungsvoll und angemessen mit der Situation umgeht.

Selbstverständlich werden Sie über wichtige Änderungen und Ergänzungen umgehend informiert. Zu etwaigen weiterführenden dienstrechtlichen Fragen wird ein FAQ-Bereich auf der Webseite des Büros für Arbeitssicherheit und Umweltschutz (BfAU) der TU Chemnitz eingerichtet.

Ich hoffe sehr, dass sich die Situation nicht weiter verschärft – und Sie alle gesund bleiben!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Gerd Strohmeier

Mario Steinebach
01.10.2020

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